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Eheringe kaufen: Die besten Tipps und Infos

Es gibt heute unzählige verschiedene Designs für Eheringe. Bevor ihr euch entscheidet, schaut euch gründlich um, damit ihr seht, was euch am besten gefällt. Inspirationen gibt es in unserer Trauringe-Bildergalerie. Habt ihr einen Stil gefunden, der euch beiden gefällt? Dann kommen hier die passenden Tipps zum Ehering-Kauf.

Der Text ist in folgende Themenbereiche unterteilt:

  1. Der Online-Juwelier
  2. Ringe kaufen beim Juwelier
  3. Eheringe selber schmieden
  4. Material
  5. Die Gravur
  6. Verlobungsringe
  7. Geschichte der Eheringe

Der Online-Juwelier

Online könnt ihr leicht und komfortabel nach Eheringen stöbern oder individuelle Trauringe selbst gestalten.

In unserem Artikel „Trauringe günstig und geschmackvoll!“ haben wir euch unsere Top 10 für preiswerte Eheringe zusammengestellt!

Empfehlenswerte Online-Shops: Für  qualitativ hochwertige Ringe mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis können wir euch den Online-Shop von Juwelier Steiner empfehlen. Wer Diamanten in seinen Eheringen haben möchte, bekommt bei Diamant-Spezialisten BAUNAT den besten Preis.

In unserem Erfahrungsbericht von Auronia erfahrt ihr mehr um Thema „Trauringe online selbst gestalten“.


Ringe kaufen beim Juwelier in eurer Nähe

Ringtausch - Hochzeitsverse
© vsurkov – Fotolia.com

Juweliere in eurer Nähe findet ihr in unserem Branchenbuch.

Habt ihr einen passenden Juwelier gefunden? Dann solltet ihr für diesen wichtigen Besuch unbedingt einen geeigneten Zeitpunkt wählen.

Unter der Woche hat der Verkäufer garantiert mehr Geduld und Zeit, als an einem überfüllten Samstagnachmittag. An heißen Tagen solltet ihr lieber vormittags hingehen, falls eure Hände dazu neigen, dass sie wegen der Hitze anschwellen.

Probiert die Ringe unbedingt auch in Ruhe an, damit ihr seht, wie sie an euren Fingern wirken. Ihr müsst bedenken, dass ihr diese Ringe ein Leben lang tragen werdet. Unter Umständen gefällt euch ein ausgefallenes Design in ein paar Jahren nicht mehr.

Die Ringe sollten sich auch gut anfühlen und nicht drücken. Wenn ihr die Ringe täglich tragen möchtet, sollten sie auch alltagstauglich sein (ein großer Diamant, der hervorsteht, kann auch schon mal hier und da hängenbleiben).

Eheringe

Ihr können zwei absolut identische Ringe wählen (außer in der Größe natürlich), oder den Damenring mit einem oder mehreren Diamanten hervorheben.

Viele Bräute hätten gerne mehrere Diamanten, aber das Hochzeitsbudget ist sowieso schon knapp. Dann könnt ihr auch noch später z.B. pro verheiratetem Jahr oder pro Kind einen weiteren Diamanten einsetzen lassen.

Lasst euch genug Zeit, vor allem wenn ihr nicht 100%ig überzeugt seid. Manche Juweliere können auch noch weitere Ringmuster bestellen.

Falls ihr keine schlichten Ringe möchtet, sondern etwas Besonderes, dann richtet euch besser auf mehrere Juwelierbesuche ein, um die perfekten Ringe zu finden. Aber der Zeitaufwand wird sich lohnen!


Eheringe selber schmieden

Es gibt mittlerweile auch sogenannte Hobbygoldschmieden, in denen ihr an einem Tag unter professioneller Anleitung eure Eheringe selbst schmieden könnt und somit gleich zu Beginn der Ehe gemeinsam ein Symbol der Liebe erschafft.

Dabei spart ihr Geld und eure Ringe werden einzigartig sein. In dem Kurspreis sind meist schon mehrere Hundert Euro Materialkosten inklusive.


Material

Trauringe in GoldKlassischerweise bestehen die Eheringe also aus Gold. Ob ihr euch dabei für Gelbgold, Weißgold, Rotgold oder eine Kombination entscheiden, hängt allein von eurem persönlichen Geschmack ab. Ganz selten gibt es auch blaues Gold.

Gold symbolisiert einen zeitlosen, unvergänglichen Wert und soll außerdem übernatürliche Kräfte besitzen.

Heute ist Gold meist in 4 verschiedenen Legierungen erhältlich:

  • 750/000 18 Karat
  • 585/000 14 Karat
  • 375/000 9 Karat
  • 333/000 8 Karat

Teilweise sind aber auch 900/000, 950/000 oder sogar 990/000 Legierungen erhältlich. Fragt einfach den Juwelier, wenn ihr euch dafür interessiert.

In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr Brautpaare für Ringe aus Platin, das edelste und seltenste aller Metalle. Es ist mit einem Reinheitsgrad von 950 noch reiner als Gold und kann deshalb keine Allergien hervorrufen.

Besonders der Ring der Braut wird immer öfter mit einem oder mehreren Diamanten geschmückt. Es gibt Diamanten in unterschiedlichen Schliffen, am bekanntesten und beliebtesten ist der Brillant-Schliff (rund). Mehr Infos dazu bekommt ihr in unserem Artikel „Eheringe mit Diamanten – die schönsten Exemplare und besten Tipps zum Kauf“.

Diamanten werden klassifiziert nach Farbe (Colour), Schliff (Cut), Reinheit (Clarity – Größe der Einschlüsse) und Größe (Carat).

Hier gibt’s die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien und weitere Informationen dazu.


Die Gravur

Ca. 1-2 Monate vor der Hochzeit könnt ihr die Eheringe noch mit einer Gravur versehen, z. B. mit dem Hochzeitsdatum, dem Vornamen des jeweiligen anderen Partners oder sogar mit eurem Trauspruch in Minibuchstaben. Manche Juweliere bieten es sogar an, ganze Geschichten in die Ringe einzulasern. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Unser Tipp: Überrascht euch gegenseitig, indem ihr dem Juwelier einen individuellen Spruch oder Text zukommen lassen, den er in den Ehering des anderen eingraviert. Natürlich dürft ihr dann erst am Hochzeitstag herausfinden, was sich eurer Partner für euch ausgedacht hat.

Und bitte beachten: Falls ihr die Ringe in einem Online-Shop kauft, sollten ihr die Ringe auf keinen Fall dort gravieren lassen, denn dadurch werden die Ringe personalisiert und das Rückgaberecht entfällt!


Verlobungsringe

Verlobungsringe kommen wieder in Mode. Üblich ist es, dass beide Verlobten die Verlobungsringe an der linken Hand tragen. Bei der Hochzeit habt ihr dann zwei Möglichkeiten. Entweder ihr kauft zusätzliche Eheringe oder ihr lasst die Verlobungsringe gravieren und tragt sie als Eheringe weiter – dann allerdings an der rechten Hand.

In den USA ist es üblich, dass der Mann seiner Angebetenen mit dem Heiratsantrag einen Diamantring überreicht, den diese dann links trägt. Eheringe tragen aber wieder beide Partner, allerdings links und im Falle der Braut über dem Verlobungsring.

Weitere Infos und Tipps findet ihr in unserem Ratgeberartikel Verlobungsring.


Geschichte der Eheringe

Trauringe aussuchen
© iofoto – Fotolia

Seit wann gibt es Eheringe in der uns bekannten Form und wie sieht die Ehering-Geschichte aus?

Die Tradition des Eherings reicht viele Jahrhunderte zurück. Bereits in der Antike war es Brauch, einen Ring zur Vermählung zu tragen. Der Brauch galt sowohl bei den Ägyptern, als auch Römern. Jedoch war es damals nur die Frau, die einen Ring am Finger trug.

Anders als heute in Deutschland und den meisten westlichen Kulturen, wurde der Ehering an der linken Hand getragen. Es herrschte der allgemeine Glaube, dass eine Ader existiere, die direkt vom Herzen zum Ringfinger der linken Hand führe – die sogenannte „Vena amoris“, zu deutsch: Liebesader.

Eine süße Eheringe-Geschichte: 

Eine Legende besagt, dass sich ein Junge und ein Mädchen seit Kindertagen liebten und verheiraten wollten. Doch noch bevor sie dies tun konnten, musste der Junge eine weite Schiffsreise über das Meer antreten. Das war zu dieser Zeit sehr gefährlich.

Da das Mädchen wusste, dass ihr Geliebter lange nicht zurückkehren würde, zerbrach sie einen großen Ring entzwei. Die eine Hälfte gab sie dem Jungen mit, die andere bewahrte sie an einer Schnur um den Hals auf.

Als der Junge unversehrt an seinem Ziel ankam, sandte er seine Hälfte an seine Geliebte zurück. So konnte das Mädchen die Teile wieder zusammensetzen und wusste, dass es dem Jungen gut ging. Auch wenn sie ihn nicht sehen konnte, so war er doch bei ihr. Denn ihre Liebe war so endlos, wie es der Ring ohne Anfang und Ende symbolisiert.

Eine andere Variante:

Vom ersten Ehering berichtet eine 1.000 Jahre alte Überlieferung aus Indien. Damals band der Bräutigam seiner Braut einen goldenen Faden um den Finger und sprach dazu einem Liebesschwur. In der europäischen Antike wurden bereits Wörter oder Sprüche in die Ringe eingraviert. Meist handelte es sich damals noch um Eisenringe, Goldringe waren römischen Diplomaten vorbehalten.

Aber schon um die Zeitenwende setzte sich der Goldring für die Allgemeinheit durch. Im Mittelalter begann man den Ring in die kirchliche Trauungszeremonie mit einzubeziehen. Der Ring als Symbol der endlosen Liebe und Treue ist also eine sehr alte Tradition. Er soll auch vor Krankheit und Unglück schützen.

Geschichte der Eheringe
© Depositphotos.com/Deklofenak

Die heilige Bedeutung der Eheringe in der christlichen Kirche besetzt seit Papst Nikolaus (um 850 n. Chr.) und gilt seit dieser Zeit als Bildnis für Treue, Dauerhaftigkeit und der ehelichen Bindung vor Gott.

So wie der Ring weder Anfang noch Ende besetzt, so soll auch die Beziehung des Paares ewig halten. Seit dem 13. Jahrhundert ist der Ring Bestandteil der kirchlichen Trauung.

Seit dem 15. Jahrhundert gibt es einen Unterschied zwischen dem Verlobungs- und Trauring. Der Stil des Verlobungsrings stand jedem frei. Er wurde entweder als Knoten, in geflochtener oder gewundener Form getragen.

Der Trauring hingegen war schlicht, ohne Anfang und ohne Ende. Dieser Brauch hat sich bis heute erhalten. Zwei ineinander verschlungene Ringe symbolisieren die unendliche Dauer  der Ehe, da sie nicht getrennt werden können, ohne beschädigt zu werden. Dies überträgt sich gleichermaßen auf die Ehe, die hält „bis, dass der Tod sie scheidet“.

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